Wirkung
Makingbildung, die wirkt
Make Your School wird seit Projektbeginn wissenschaftlich begleitet. Seit 2024 übernimmt ein Team der Leibniz Universität Hannover die Begleitforschung. Im Mittelpunkt der empirischen Forschung steht die Frage: Wie beeinflussen die Hackdays das technikbezogene Selbstkonzept, die Selbstwirksamkeit und die Problemlösekompetenz der Schüler*innen?
Das sagt unsere Begleitforschung
Die Auswertungen1 der ersten Befragungsrunde des Schuljahrs 2024/2025 mit knapp 2.000 Teilnehmenden weisen darauf hin, dass sich sowohl die Einstellung der Schüler*innen zu Technik, als auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten im Umgang mit Technik verbessern. Auch das Interesse an und die Motivation zum Umgang mit Technik nehmen mit der Teilnahme zu.
Vorläufige Ergebnisse zeigen
- Die Hackdays wirken sich positiv auf das technikbezogene Selbstkonzept der Teilnehmenden aus.
- Besonders Jugendliche mit geringen bis keinen Vorerfahrungen und Mädchen profitieren von dem Format.
Forschungsdesign und Methode
Um die Wirkung der Hackdays zu untersuchen, werden die teilnehmenden Schüler*innen bei fast allen Veranstaltungen in einem Prä-Post-Design per Online-Fragebogen befragt. Bis Juli 2025 konnten so Fragebögen von knapp 2.000 Schüler*innen ausgewertet werden. Die Auswertungen gehen weiter und die Befragungsrunde wird im Schuljahr 2025/26 fortgesetzt.
Mehr Mut im Umgang mit Technik: Das technikbezogene Selbstkonzept
Die Begleitforschung von Make Your School konzentriert sich auf das technikbezogene Selbstkonzept (vgl. Marsh, 1990a, 1990b; Shavelson et al., 1976). Dieses ist entscheidend dafür, wie Jugendliche sich und ihre Fähigkeiten im Umgang mit Technik einschätzen. Das technikbezogene Selbstkonzept lässt sich in drei zentrale Säulen unterteilen:
Die motivationale Säule beschreibt das Interesse der Jugendlichen an digitaler Technik und die persönlichen Beweggründe, sich damit zu befassen.
Die kognitive Säule beschreibt das Vertrauen der Schüler*innen in die eigenen Fähigkeiten, insbesondere in neuen oder ungewohnten Situationen, sowie die Einstellung gegenüber Technik.
Die konative Säule beschreibt die bisherige Erfahrungen mit Technik.
Mit Makingbildung den MINT-Nachwuchs von morgen stärken
Hackdays können dazu beitragen, genau dieses technikbezogene Selbstkonzept und – unter anderem – die Selbstwirksamkeit der Schüler*innen zu stärken. Zugleich kann Make Your School dazu beitragen, dass technisch-informatische Berufe und Studienfächer ins Blickfeld der Jugendlichen rücken – und so neue Perspektiven für die berufliche Zukunft eröffnen.
Publikation zur Begleitforschung
Einen detaillierten Einblick in die Begleitforschung gibt es bald hier zum Nachlesen:
Greving, H., van den Bogaert, V., Weißschädel, A., Maier, L., & Bruckermann, T. (im Druck). Make Your School – Im Team technische Lösungen für die eigene Schule entwickeln. In: Wenzel, A. & Schmäing, T. (Hrsg.). Außerschulisches Lernen in der naturwissenschaftlichen Bildung – Eine multiperspektive Betrachtung. Springer Nature, Wiesbaden, Deutschland
1 Die Auswertungen sind vorläufig. Die Untersuchungen laufen und weitere Datenerhebungen, Prozessbeobachtungen und vertiefende Analysen sind geplant. So werden Robustheit, mögliche Wirkmechanismen und längerfristige Effekte besser geklärt. Endgültige Schlussfolgerungen und Publikationen werden folgen, sobald die Auswertungen komplett abgeschlossen sind.
Marsh, H. W. (1990a). A multidimensional, hierarchical model of self-concept: Theoretical and empirical justification. Educational Psychology Review, 2, 77–172.
Marsh, H. W. (1990b). The structure of academic self-concept: The Marsh/Shavelson model. Journal of Educational Psychology, 82(4), 623–636.
Shavelson, R. J., Hubner, J. J., & Stanton, G. C. (1976). Self-concept: Validation of construct interpretations. Review of Educational Research, 46(3), 407–441.